Nie zuvor wurde auf allen Ebenen in Unternehmen davon gesprochen, dass neue Ideen erforderlich sind. Neue Konzepte, neue Prozessabläufe, neue Produkte und Dienstleistungen, neue Geschäftsmodelle, neue Ansätze zur Kostensenkung, neue Ideen für die Kundenbeziehungen. Die Liste ist unendlich. Wo bleibt dabei das Ideenmanagement? Wird das Ideenmanagement der Zukunft Unternehmen prägen? Oder überrollt werden von Veränderungen wie die Reformhäuser von der Biowelle und wie Karstadt vom Internet?
Fakt ist: Das Ideenmanagement muss sich verändern, um Schritt zu halten mit einer Wirtschaft, die von Ideen getrieben wird. Langatmige Prozesse und starre Strukturen verhindern in vielen Branchen Fortschritt. In den innovativsten Unternehmen weltweit werden Ideen systematisch entwickelt. Ein klassisches Ideenmanagement, bei dem Ideen eingereicht und durch einen Gutachter beurteilt werden, ist diesen Unternehmen fremd. Das Berufsbild von Ideenmanagern – so es sie dort überhaupt gibt – ist ein radikal anderes als in klassischen Unternehmen.
Ideenmanager in innovativen Unternehmen werfen nicht die Angel in den Teich und warten bis der Karpfen kommt. Sie locken Karpfen an. Sie gestalten die Gewässer, in denen sich Karpfen wohlfühlen und sie experimentieren mit Ködern. Ideenmanagement in hochinnovativen Unternehmen heißt, nicht auf Ideen zu warten, sondern sie aktiv zu suchen. Wohin entwickelt sich das Ideenmanagement der Zukunft?
Dazu haben sich auf der dib-Jahrestagung Ideenmanagement am 03. Mai 2010 50 Ideenmanager verschiedener Branchen unter Anleitung der Ideologen Gedanken gemacht. Das Ergebnis haben wir in einer Dokumentation zusammengefasst, die Sie hier abrufen können.